Kreishaus Itzehoe:

 

NPD für den Erhalt des historischen Stadtbildes

 

Seit Wochen bewegt die Frage die Gemüter, ob die Gebäude (ehemaliges Bahnhofshotel und angrenzendes Bollhardt´sche Gebäude) in der Viktoriastraße abgerissen und durch einen kompletten Neubau ersetzt werden sollen oder, ob die historische Fassade die das Stadtbild im Zentrum der Stadt maßgeblich mit prägt erhalten werden soll.

 

Die Fronten sind klar, denn auf der einen Seite stehen die Verwaltung und eine Mehrheit der im Kreistag vertretenen Parteien, die sich für einen kompletten Neubau an derselben Stelle entschieden haben und auf der anderen eine Bürgerbewegung, die sich für den Erhalt der historischen Fassade der betreffenden Gebäude stark macht.

 

Während die Verwaltung und eine Mehrheit der Politik mit erhöhten Kosten in Höhe von ca. 2,3 Millionen Euro bei einem Erhalt der alten Fassade argumentiert und drohend durchblicken läßt, daß die Verhinderung ihrer Pläne mit dem Abgang von einigen Hundert Arbeitsplätzen aus der Innenstadt verbunden sei und man sich einen Neubau an ganze anderer Stelle vorstellen könnte (Alsengelände), sehen die Gegner eines Abrisses und eines Neubaus den Verlust des bisherigen Stadtbildes und auch die Gefahr zunächst zu niedrig angesetzter Kosten, die sich später, nach Vertragsabschluß mit den Bauunternehmen, ständig erhöhen.

 

Es mag richtig sein, daß die Räumlichkeiten des Kreishauses nicht mehr den heutigen, erforderlichen Zwecken gerecht werden und auch den wärmetechnischen und sozialbedingten Erfordernissen nicht genügen. Hier ist die Phantasie guter Architekten gefordert, die Innenräume, nach und nach, den neuen Erfordernissen und Standards anzupassen. Der Erhalt der historischen Außenfassade mag auch zu überschaubaren, höheren Kosten führen, aber angesichts einer diffusen, finanziellen Rechnungsgrundlage für den Total-Abriss und Neubau, die manche Fragen ungeklärt lassen und schon deshalb Spielraum für erhebliche Kostensteigerungen ermöglichen, die eher hinnehmbare Variante zu sein.

 

Beispiele für Inkompetenz von Verwaltungen und Politik gibt es leider viele: Da ist die Elbphilharmonie in Hamburg zu nennen, die zunächst „nur“ ca. 80 Millionen Euro und heute 800 Millionen Euro kostet. Eine Verzehnfachung, die zu kaiserlichen Zeiten wohl mit der Demission der Verantwortlichen und einer Höchststrafe geahndet worden wäre. Oder der Berliner Flughafen „BER“ der ca. 2,5 Milliarden an Kosten verschlungen hat und dann aus sicherheitstechnischen Gründen nicht für die Eröffnung zugelassen wurde. Hartmut Mehdorn soll es nun richten, während die politisch verantwortlichen SPD-Figuren sich elegant verabschiedet haben. Und über die Endlösung, sprich über die endgültigen Kosten hört man nichts mehr, denn dafür sind die Steuerzahler da.

 

Angesichts dieser Katastrophen, die früher in Deutschland undenkbar waren und heute im Ausland für Hohn und Spott sorgen, sind die Befürchtungen der Bürger-Opposition vor Ort mehr als gerechtfertigt. Die jüngste Flugblattverteilung der politisch Verantwortlichen erinnert an die vielen schönen Versprechen der politischen Obrigkeit der BRD in Bezug auf den Euro, die durchweg alle nicht eingehalten wurden.

 

Deshalb fordert die NPD die Erstellung vollständiger, endgültiger Preisangebote der unterschiedlichen Varianten und unterstützt den Widerstand der Bürgerinitiative gegen den kompletten Abriss und Neubau.

 

 

Ingo Stawitz

Landes- und Kreisvorsitzender

Uetersen den 23.11.2013


 
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