Pauli-Partei nicht zugelassen – NPD deckt Wahlbetrug auf
Handfester Skandal im Wahlausschuß:
Bei der heutigen Sitzung des Landeswahlausschusses bewarben sich neben
den etablierten Parteien und der NPD auch einige Kleinstparteien um
die Zulassung ihrer Landeslisten. Darunter auch die „Freie Union“ der
ehemaligen CSU-Landrätin Dr. Gabriele Pauli. Mit der Wahrheit nimmt
man es bei der erst vor wenigen Wochen gegründeten Vereinigung
offenbar nicht so genau: Da die laut Wahlgesetz erforderlichen 50
Mitglieder zur Wahl einer Landtagsliste bei weitem nicht
zusammenkamen, wurden in den eingereichten Unterlagen einfach falsche
Zahlen genannt. Statt den tatsächlich anwesenden 15 Stimmberechtigten
erschienen auf dem Papier über 50 – ein eklatanter Fall von
versuchter Urkundenfälschung und Wahlbetrug.
Doch die Pauli-Partei hatte die Rechnung ohne
die NPD gemacht: Ein langjähriges NPD-Mitglied ist zugleich
Mitglied der „Freien Union“ – und wurde auch gleich auf die
Landesliste der Partei für den Landtag nominiert. Doch die
unlauteren Methoden machte der Kamerad nicht mit: Per eidesstattlicher
Versicherung wurde der Landeswahlausschuß von ihm vorab darüber
informiert, daß die gesetzlichen Bestimmungen nicht erfüllt waren. Die
Folge: Dank der NPD ist die „Freie Union“ nun nicht zur
Landtagswahl am 27. September zugelassen. Auf die bayrische
Landtagsabgeordnete Dr. Pauli und ihre Mitstreiter dürften zudem
unangenehme Strafverfahren zukommen.
Der Vorgang läßt auch einen tiefen Einblick
darüber zu, was für Personen offenbar bei der Christlich-Sozialen
Union in gehobene Positionen kommen können. Es stellt sich die Frage,
ob Frau Dr. Pauli solche Methoden bei der „Staatspartei“ CSU in Bayern
gelernt hat…
Die Landesliste der Nationaldemokraten
wurde übrigens ohne Probleme zur Landtagswahl zugelassen.
Jörn Lemke (Pressesprecher)
Kiel, den 25. August 2009
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