16.06.2010
Panik im Kreistag Pinnebergs
Am 16.06.2010 fand die 22. öffentliche
Sitzung des Kreistages in Pinneberg statt. Insgesamt 15
Tagesordnungspunkte standen an. Zu Beginn der TO wurde die Aktuelle
Stunde zum Thema „Sparpaket der Landesregierung und den Auswirkungen
auf die kommunale Handlungsfähigkeit im Kreis Pinneberg“ behandelt.

Der
ehemalige Landtagsabgeordnete Ingo Stawitz, heute
Bezirksvorsitzender der NPD für Dithmarschen,
Steinburg und Pinneberg und sein Stellvertreter Kai
Otzen haben diese Sitzung als Bürger des Kreises
Pinneberg besucht, um sich ein Bild des Schauspiels
zu machen.
Vertretern der Fraktionen geschildert und wie
üblich, die Schuld gegenseitig jeweils dem anderen
zugeschoben.
Ein heuchlerisches
Schauspiel, wenn man bedenkt, daß die Probleme durch
die Finanzkrise von der Rot/Grünen Bundesregierung
durch die Liberalisierung der Finanzgeschäfte aus
Deutschland erst ermöglicht, dann von der
Schwarz/Roten Bundesregierung nicht erkannt, und
jetzt von der Schwarz/Gelben- Schauspielertruppe mit
ca. 850 Milliarden Euro an Geld und Bürgschaften
dramatisch verschärft wurden.
Tenor der Ausführungen
war, Man könne sowieso kaum etwas tun und es sei
alles sehr schlimm! In der Tat!
Die Sprecherin der CDU
hatte auch noch die Chuzpe, die Rabulistik der
Bundeskanzlerin Merkel zu benutzen, indem sie davon
sprach, daß WIR alle über unsere Verhältnisse
gelebt haben! Dabei verschwieg sie, daß
Politiker gewählt werden, um Schaden vom Volke
abzuwenden.
Die Vertreter der SPD und
der Linken versuchten sich als Anwälte der „Kleinen
Leute“ darzustellen, was aber angesichts ihrer
Mitverantwortung auf Bundes- und Landesebene
heuchlerisch ist.
Beim TO-Punkt 4
„Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner“
wollte der Kreistagspräsident Tiemann die Sache kurz
machen und mit dem nächsten TO-Punkt fortführen. Da
meldete sich der Bürger Stawitz und bat um das Wort.
Tiemann meinte das ginge nicht, da Stawitz sich
nicht in die vor dem Saal ausliegende Liste
eingetragen hätte. Stawitz erwiderte, er hätte die
Liste nicht gesehen, sei aber Bürger des Kreises und
möchte dennoch das Wort haben. Tiemann erlaubte
Stawitz zum Vorstandstisch zu kommen, um sich
einzutragen, was dieser dann tat. Stawitz ging zum
Rednerpult und wollte mit seinen Ausführungen
beginnen. Nun meldete sich der SPD-Wortführer und
wollte wissen, wer denn der Redner sei. Tiemann
nannte den Namen Ingo Stawitz und daraufhin
verließen die meisten Abgeordneten der SPD und der
Linken den Saal. Unruhe kam auf. Jetzt erst begriff
Tiemann den „Ernst der Lage“ und versuchte
dem Herrn Stawitz das Wort zu entziehen indem er
meinte, er sei ja nicht eingetragen und Anmerkungen
wären nicht erlaubt usw.
Stawitz wehrte sich vom
Rednerpult und machte deutlich, daß er sich mit
Erlaubnis des Präsidenten doch eben eingetragen
hätte und er doch nur Fragen stellen wolle. Tiemann
versuchte Stawitz am Reden zu hindern und Stawitz
konnte noch die Frage stellen, ob es Demokraten im
Saal gibt und warum diese Angst hätten, ihn reden zu
lassen? Tiemann drehte die Sprecheranlage ab.
Stawitz verließ das Rednerpult und machte den
verbliebenen Abgeordneten heftige Vorwürfe in Bezug
auf ihre Mitschuld am desaströsen Zustand in
Deutschland. Draußen vor der Eingangstür des
Kreistages standen die „aufrechten“ Demokraten von
der SPD und der Linken. Stawitz warf diesen vor, sie
seien doch gar keine Demokraten, denn sie würden
andere Meinungen nicht zulassen.
Erneut wurde klar, daß
Vertreter der etablierten Parteien mit ihrem Latein
am Ende sind. Das zeigte sich schon vor der
Landtagswahl 2009 am 29. August in Pinneberg als
sich der SPD-Spitzenkandidat Ralf Stegner sich den
Fragen des NPD-Kandidaten Stawitz durch Weglaufen
und Abschirmenlassen zu entziehen versuchte.
Kai Otzen
Stellv. Bezirksvorsitzender
Pinneberg den 16.06.2010
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