06.09.2010
Finanzen der Stadt Pinneberg
Einwohnerversammlung im Rathaus am 02.09.2010 6.
Über 90% der Städte und
Gemeinden in der BRD sind hochverschuldet. So müssen
zunehmend Steuern für Zinsen aufgebracht werden und
elementare Dienstleistungen werden eingestellt
oder Gebühren und Abgaben werden erhöht bzw. neu
erfunden. Auch die Stadt Pinneberg ist nicht davon
ausgenommen und so hat die Bürgermeisterin Alheit
die Bürger der Stadt zu einer Einwohnerversammlung
eingeladen. Ziel ist es, die Bürger über die
desolate Haushaltslage zu informieren und sie zu
einer Mitwirkung bei der Behebung der Probleme zu
animieren. Einige NPD-Mitglieder darunter auch der
NPD-Bezirksvorsitzende Ingo Stawitz haben diese
Versammlung besucht.
Die Bürgervorsteherin Boenigk leitete die
Versammlung und ließ den Städtischen Kämmerer mittels einer
Bilddokumentation die Zahlen zur Lage erläutern.
Die wichtigsten Eckdaten sind:
a)
Die Schrumpfenden Einnahmen in Höhe von ca. 50,7 Millionen Euro
für 2010 (ZB. Gewerbesteuer und Einkommenssteueranteile)
b) Die
Ausgaben (ca. 61,6 Millionen Euro)
c)
Die steigenden Schulden (62,9 Millionen Euro zuzüglich ca. 8
Millionen Euro Kassenkredite = ca. 71 Millionen Euro
gegen Ende des Jahres 2010!
Der sachliche Vortrag ließ ein beklemmendes
Gefühl bei den meisten Bürgern aufkommen, die wohl ahnten, was in den
nächsten Jahren auf sie zukommen dürfte. Im Rahmen der Darstellung
wurde erläutert, daß es schon viele Einsparungen und Kürzungen in
letzter Zeit gegeben hat.
Im Anschluß dieser Erläuterungen berichtete
ein ehemaliger Bürgermeister aus NRW, der es geschafft hat, seine
Stadt „schuldenfrei“ zu bekommen. Diese Ausführungen waren sachlich
und von hoher Kompetenz gekennzeichnet.
Jedoch wurden die eigentlichen Ursachen,
die hinter der desolaten Haushaltslage vieler Länder, Städte und
Gemeinden nicht berührt. So konnte der Eindruck entstehen, daß jede
Stadt Spitzenkräfte heranziehen muß, um die Probleme nur für sich zu
beseitigen.
In der folgenden Debatte, die offen und
fair moderiert wurde, meldete sich Ingo Stawitz, ehemaliges Mitglied
des S-H-Landtages zu Wort. Er dankte dem Redner für den Beitrag und
stellte eine Verständnisfrage. Er wollte vom Referenten wissen, was es
denn bringen soll, wenn die untersten Verwaltungsorgane wie Städte und
Gemeinden sich dieser guten Vorschläge bemächtigen und damit Erfolg
haben, wenn gleichzeitig durch eine total inkompetente
Bundesfinanzpolitik von Schwarz/Rot und jetzt von Schwarz/Gelb, die im
Eilverfahren 148 Milliarden Euro für die Griechenlandrettung, ca.
450 Milliarden Euro für die Euro-Rettung und ca. 800 Milliarden Euro
für die Bankenrettung bereitstellten, die dann im Rahmen der
Kostenregulierung nach unten an die Länder und somit an die
Städte und Gemeinden weiter gereicht werden?
Stawitz ergänzte seine Frage mit den
Worten: „Sie wissen was ich meine, daß der Fisch immer am Kopfe zu
stinken beginnt!“ Stawitz erhielt dafür Beifall aus der
Versammlung. Der Referent antwortete, “Ja, fragen sie doch Frau
Merkel!“
Damit hat ein NPD-Politiker in ruhiger,
sachlicher Art auf die eigentliche Problematik aufmerksam gemacht und
es den Bürgern vor Augen geführt, wer für die Misere in unserem Land
verantwortlich ist. Die NPD wird sich auch künftig weiter zu Wort
melden und die Menschen informieren. Das hat sie schon lange vor Thilo
Sarrazin getan.
Kai Otzen
Pinneberg 06.09.2010
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